ASF-Frauen schlüpfen in historische Rollen

10.04.17
wartend

Während des Jahresempfangs der Offenbacher SPD mit Malu Dreyer schlüpften die ASF-Frauen in diesem Jahr in historische Rollen und erinnerten daran, dass die SPD schon immer eine Vorreiterin im Kampf um die Geschlechtergerechtigkeit war.

Da war zum Beispiel der erste männliche Feminist, August Bebel gespielt von Marion Eckert, der als einer der Gründer der SPD von Anfang an für die Geschlechtergerechtigkeit eingetreten ist. Eindrucksvoll beschrieb er seine Einstellung dazu im Buch "Die Frau und der Sozialismus 

Rosa Luxemburg, gespielt von Ulla Peppler, unternahm nach ihrem Studium in der Schweiz alles, um nach Deutschland zu kommen und in die SPD einzutreten, die für sie die fortschrittlichste sozialistische Partei Europas war. Sie wurde bekannt für ihren politischen Kampf mittels Massenstreiks und ihre Abwehrhaltung gegen Kriegseinsätze. Sie gründete schließlich die KPD und wurde später ermordet.

Nadine Gersberg gab Luise Zietz wieder, die die erste Frau in einem SPD-Parteivorstand war. Zietz galt als die weibliche Agitatorin des Sozialismus und warb viele Frauen für die SPD an. Als eine der ersten Frauen, die in die Nationalversammlung gewählt wurden, setzte sie sich für den Wöchnerinnenschutz und den 8 Stunden Tag ein, aber auch dafür, dass Frauen arbeiteten, damit sie nicht „arm und unfrei“ blieben.

Marie Juchacz, gespielt von Heike Habermann, war die erste Frau, die in der Nationalversammlung sprach. In ihrer Rede sagte sie unter anderem: „Unsere Pflicht aber ist es, hier auszusprechen, was für immer in den Annalen der Geschichte festgehalten werden wird, dass es die erste sozialdemokratische Regierung gewesen ist, die ein Ende gemacht hat mit der politischen Unmündigkeit der deutschen Frau.“

Elisabeth Selbert, die von Gertrud Marx dargestellt wurde, war Mitglied im Parlamentarischen Rat bei der Erstellung des Grundgesetzes und setzte sich vehement für den Paragraphen 3, Absatz 2 ein: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin“. Als es massiven Widerstand dagegen gab, organisierte sie zehntausende Protestbriefe unter anderem von Metallarbeiterinnen, so dass der Artikel aufgrund des starken Druckes in das Grundgesetz aufgenommen wurde.

Gertrud Helduser zeigte als erste Gesundheitsministerin Käthe Strobel stolz den von ihr eingeführten Sexualkundeatlas, der für viel Zuspruch aber auch jede Menge Widerstand in der politischen Gesellschaft der späten 60er/ frühen 70er Jahre sorgte.

Die ASF als Organisation stellte am Ende Emma Gros vor. Die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen wurde 1972 gegründet. Einige der ASF-Forderungen wurden von der SPD übernommen. Z.B. die Gleichstellung im Berufsleben, gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Frauen und Männer. Derzeit kämpft die ASF unter anderem für die Abschaffung des Ehegattensplittings.

Wichtig ist den Frauen aller Epochen eins:

 „Wir wollen nicht nur die Hälfte des Kuchens – wir wollen die Hälfte der Bäckerei!“

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