„Bei der Umsetzung flexibler Betreuungszeiten müssen die Bedürfnisse der Kinder im Blick gehalten werden“

10.05.17
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„Wenn in Offenbach die Kinderbetreuungszeiten von den sehr frühen Morgenstunden bis in die späten Abendstunden ausgeweitet werden sollen, müssen dabei unbedingt auch die Bedürfnisse der Kinder Berücksichtigung finden“, fordert die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion, Gertrud Marx. Sie reagiert damit auf einen aktuellen Antrag der Tansania-Koalition, der mittels eines Pilotprojekts an städtischen Kitas Betreuungszeiten zwischen 6 Uhr und 22 Uhr vorsieht. „Die Kinder würden aus dem Schlaf gerissen, das kann nicht im Sinne des Kindeswohls sein“, kritisiert Marx. Außerdem würde der Koalitionsantrag die Personalsituation in den städtischen Kitas vollkommen ignorieren. Schon jetzt können viele Erzieher- und Erzieherinnenstellen nicht besetzt werden. Ausreichend Personal wäre aber dringend erforderlich, um ein Pilotprojekt an Kitas überhaupt umzusetzen. So sieht es auch ein Bericht des Magistrats, der sich mit dem Thema auseinandersetzt. „Warum die fachlichen Bedenken bei der Antragsstellung nicht berücksichtigt wurden ist mir ein Rätsel“, ärgert sich Marx. 

Die SPD-Fraktion möchte der Nachfrage nach erweiterter Kinderbetreuung anders gerecht werden: Sie schlägt vor, das „Modell Potzblitz“ neu aufzulegen oder ein vergleichbares Projekt ins Leben zu rufen. In diesem würden den Eltern Betreuungspersonen zur Verfügung gestellt, die die Kinder in den sehr frühen Morgenstunden oder späten Abendstunden im Zuhause der Kinder betreuen. „Diese können die Kinder beim Aufstehen oder ins Bett gehen betreuen und sie zur Kita oder Schule bringen oder eben abholen“, erklärt Marx.   

„Ich denke, diese Alternative wird sowohl den Bedürfnissen der Kinder als auch denen der arbeitenden Eltern am ehesten gerecht“, so die Sozialdemokratin abschließend.

Die SPD-Fraktion habe einen entsprechenden Änderungsantrag für die kommende Stadtverordnetenversammlung eingebracht.

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Heike Habermann
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