Helmut Schmidt in Dur und Moll

09.08.17
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 Am Montag, den 04. September 2017, öffnet sich in Offenbach für 14 Tage die Tür des Kunstvereins Offenbach im Gebäude des KOMM am Aliceplatz für eine ganz besondere Ausstellung:
„Helmut Schmidt in Dur und Moll“ zeigt die besten Karikaturen dieses deutschen Bundeskanzlers, der für 8 Jahre, nämlich von Mai 1974 bis Oktober 1982 die Geschicke der Bonner Republik lenkte, der – bisher einzigartiger Vorgang – durch ein Misstrauensvotum von CDU/CSU und FDP abgewählt wurde und der nach seinem Rückzug aus der aktiven Politik vom  „Schmidt-Schnauze“  der Anfangsjahre zum hoch verehrten „Elder Statesman“, in seiner letzten Lebensdekade für Viele zu einer Ikone der Politik wurde.

Das Verhältnis seiner Partei, der SPD – insbesondere der JUSOS – zu ihm, war niemals spannungsfrei. Der Nato-Doppelbeschluss, in dessen Folge Pershing-Raketen in Deutschland stationiert wurden, traf auf heftigsten innerparteilichen Widerstand, sein wirtschaftsfreundicher Kurs stieß zum Teil bitter auf. In seine Zeit fiel der „Deutsche Herbst“, der Terror der RAF und der harte Gegenkurs des Staates.
Außerhalb der SPD war Helmut Schmidt beliebt wie kaum ein zweiter Kanzler. Die Redewendung , „Der Schmidt ist klasse! Der ist nur in der falschen Partei“ spiegelt das Dilemma – aber auch den Erfolg seiner Kanzlerschaft wider.

Die Karikaturisten fanden in Helmut Schmidt immer ein dankbares Objekt: markantes Profil, grimmiges Gesicht, Pfeife (später Zigarette) zwischen den gebleckten Zähnen. So tauchte er täglich in den Zeitungen und Zeitschriften auf.
Die Ausstellung ruft diese Zeit, in der Deutschland sich gewandelt hat, in der es mit tief greifenden Veränderungen und großen Herausforderungen, nicht zuletzt mit sich selbst gerungen hat, eine Zeit, in der bei  jenen, die jetzt zur „50plus“-Generation gehören, das politische Bewusstsein erwachte, wieder ins Gedächtnis.
Ein Besuch lohnt sich allerdings für Offenbacherinnen und Offenbacher jeder Generation, denn hier wird Geschichte, hier wird jüngste Vergangenheit, die noch immer weit in unsere Gegenwart hineinwirkt, auf leichte – und durchaus amüsante – Weise lebendig.
Die Ausstellung ist von Montag bis Freitag von 14:00 Uhr bis 20:00 Uhr, am Samstag von 12:00 bis 18:00 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.

Für die Veranstalter
Kay Wendelmuth

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