Holger Hinkel (SPD-Fraktion): "Deutsche Post muss innerstädtische Alternative zur Filiale Marienstraße schaffen"

20.10.17
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„Der angekündigte Wegzug des Hauptpostamtes aus der Marienstraße kann der südlichen Offenbacher Innenstadt große städtebauliche Chancen eröffnen“, kommentiert der SPD-Stadtverordnete Holger Hinkel jüngste Presseberichte zur Zukunft des Areals im Senefelderquartier. Aber: "Wichtig ist für uns auch die Frage, wo die Kunden der Filiale in der Marienstraße zukünftig ihre Pakete aufgeben können“.

„Die Aufstellung eines Bebauungsplanes ist der erste Schritt zur städtebaulichen Entwicklung des Standortes Marienstraße“, begrüßt der Sozialdemokrat Ankündigungen des Oberbürgermeisters. Vor allem der Bau von bezahlbarem Wohnraum sei wünschenswert. „Die Nachfrage ist da“, erklärt der Stadtverordnete und erinnert daran, „dass das Senefelderquartier zudem in das HEGISS-Förderprogramm aufgenommen wurde“. Hierzu wurde ein Entwicklungskonzept entwickelt, welches unter anderem das Ziel hat, den Stadtteil als Wohnquartier attraktiver zu machen, beispielsweise durch mehr Grünanlagen. „Eine Wohnbebauung mit öffentlicher Grünanlage und Spielplatz auf dem Standort des Postamtes würde sich gut in dieses Entwicklungskonzept einfügen“, denkt Hinkel. Allerdings könne man auch prüfen, ob der Standort für eine neue innerstädtische Grundschule geeignet wäre.

 Bei all den städtebaulichen Chancen, die der Wegzug eröffne, dürfe man aber nicht vergessen: „Die Post muss auch zukünftig eine zweite innerstädtische Filiale neben der am Aliceplatz betreiben“. Denn in der Marienstraße herrsche reger Betrieb, da die Filiale für die Einwohner-/innen der südlichen Innenstadt fußläufig und mit dem Auto gut erreichbar sei. Man könne den Standort am Aliceplatz zwar stärken, eine gleichwertige Ersatzfiliale in unmittelbarer Nähe des jetzigen Standortes sei trotz alledem nötig, vor allem sollten die Postfächer der Kunden nicht zu weit außerhalb liegen.

 „Ich sehe die Deutsche Post hier klar in der Verantwortung“, erläutert der Sozialdemokrat. Der Konzern sollte die Filiale auch keinesfalls durch eine sogenannte Postagentur, welche sich hauptsächlich in Supermärkten oder Zeitschriftenläden befinden, ersetzen. Ein innerstädtischer Standort wäre für eine neue Filiale prädestiniert, auch wenn eine Umsetzung Zukunftsmusik sei. Hinkel: „Mit einer Postfiliale im Offenbacher Hauptbahnhof würde man gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen“.

gez. Holger Hinkel

f.d.R. Marc Knörnschild

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