Holger Hinkel (SPD-Fraktion): „Verkehrspolitische Kirchturmpolitik beenden - ÖPNV-Potentiale zwischen Offenbach und Frankfurt ausschöpfen“

24.07.17
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„Der Öffentliche Personennahverkehr zwischen Offenbach und Frankfurt muss vom Kopf auf die Füße gestellt werden“, verlangt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Holger Hinkel angesichts des immer stärker voranschreitenden Zusammenwachsens beider Städte. Wenn der Umbau des Kaiserleis abgeschlossen ist und es dort zukünftig eine Multifunktionshalle geben sollte, dann sei ein weiterer großer Schritt in dieser Entwicklung abgeschlossen.

„Die SPD-Fraktion werde aufgrund dessen in die nächste Stadtverordnetenversammlung einen Antrag einbringen, der den Magistrat auffordert, die vorliegenden Vorschläge für einen besseren Öffentlichen Personennahverkehr zwischen den beiden Städten aufzulisten und zu bewerten. In diese Bewertung sollen Kundenpotentiale, Investitionen, Gegenfinanzierung, Betriebskosten und Zeithorizont einfließen“, berichtet der Sozialdemokrat. Das Ergebnis solle noch vor der Verabschiedung des Nahverkehrsplans 2018-2022 vorgelegt werden.

Hinkel: „Wir schließen uns damit der Initiative von Felix Schwenke an, der in der letzten Woche seine Idee einer Busverbindung zwischen Sachsenhausen über die Offenbacher Innenstadt bis nach Fechenheim öffentlich gemacht hat.“ Der SPD-Antrag beauftrage den Magistrat darüber hinaus, besonders folgende Verkehrsbeziehungen zwischen den Städten zu bewerten: Die Südtangente zwischen Aschaffenburg, Offenbach Hauptbahnhof und den Frankfurter Flughafen und Richtung Langen/Darmstadt; der Ausbau einer Regionaltangente Ost mit einer Verknüpfung zur Regionaltangente West; eine Verbindung zwischen Kaiserlei, Hafen Offenbach und Hanauer Landstraße und eine Verbindung zwischen Innenstadt – Hafen – Frankfurt Fechenheim / Ostbahnhof.

Wichtig sei der SPD-Fraktion gerade für das Offenbacher Stadtgebiet die Realisierbarkeit beziehungsweise die Gegenfinanzierung der Vorschläge für einen besseren Nahverkehr zwischen den beiden Mainstädten. Denn: „Umfangreiche und teure Baumaßnahmen der Offenbacher Infrastruktur - wie sie beispielsweise eine Verlängerung der Linie 16 zur Kaiserstraße erfordern würden - kann die Stadt finanziell nur sehr schwer stemmen. Wir wollen uns daher lieber auf das Machbare konzentrieren.“

Zukünftig müssten Offenbach und Frankfurt ihren Nahverkehr besser harmonisieren. Eine verkehrspolitische Kirchturmpolitik sei einfach nicht mehr zeitgemäß, gerade weil viele Bewohner die beiden Städte als Teil einer großen Metropole wahrnehmen. „Unser Antrag hat daher zum Ziel, dass Offenbach mit eigenen Vorschlägen an die Stadt Frankfurt herantritt, um die Nahverkehrsverbindungen zwischen beiden Städten abzustimmen und auszubauen“, erklärt Hinkel abschließend.

gez. Holger Hinkel

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