„Taxen sollten in die Fußgängerzone fahren dürfen“

16.03.17
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Im Dezember des vergangenen Jahres kochte das Thema hoch: Ein Taxi war von einer Streife der Stadtpolizei erwischt worden, wie es zwei ältere Damen in die Fußgängerzone fuhr. Der Taxifahrer  wurde an der Weiterfahrt gehindert, weil das Befahren dieses Bereiches verboten sei. In vielen Leserbriefen erläuterten Offenbacherinnen und Offenbacher ihre Meinungen zu dem Thema.

„Die SPD-Fraktion hat sich in den letzten Wochen detailliert mit dem Thema auseinandergesetzt“ berichtet ihre stellvertretende Vorsitzende Gertrud Marx. „Wir haben mit betroffenen Fahrgästen gesprochen und mit Taxifahrern. Außerdem haben wir uns gefragt: Was ist uns in Sachen Fußgängerzone und Verkehr für Offenbach wichtig?“

 Als Ergebnis haben die Sozialdemokraten einen Antrag für die kommende Stadtverordnetenversammlung eingereicht. Dieser fordert, allen Taxen, die über eine Konzession für Offenbach verfügen, zu erlauben, in die Fußgängerzone an- und abfahren zu können.

„Wir möchten, dass weiterhin Familien in der Fußgängerzone wohnen, dass es Ärztehäuser und Apotheken gibt, die von Kranken auch erreicht werden können und wir möchten, dass auch Geh-eingeschränkte Menschen problemlos in die Fußgängerzone kommen können“ führt Marx die Beweggründe der Sozialdemokraten auf. Der Antrag stelle damit auch einen Beitrag zur Verbesserung der Inklusion in Offenbach dar. „Viele Menschen denken, für Arzt- und Apothekenbesuche gebe es für die Fahrt in die Fußgängerzone Ausnahmegenehmigungen. Dem ist aber nicht so“ berichtet Marx.

Die SPD wolle außerdem erreichen, dass mehr Taxen auch Rollstühle transportieren können. Deshalb möchte die SPD, dass zehn weitere Konzessionen an Taxen vergeben werden, die über eine Hubfunktion verfügen. „Nach unseren Recherchen gibt es davon in Offenbach momentan nur ein Taxi, das über eine solche verfügt“.

„Es ist nicht so, dass Taxen dann permanent durch die Frankfurter Straße fahren würden“ erklärt sie. Erlaubt würden nach dem Antrag der SPD nur das An- und Abfahren in bzw. aus der Fußgängerzone heraus. Dann wäre jeweils der kürzeste Weg von einem „regulären“ Fahrweg in die Fußgängerzone zu wählen.

„Gleichzeitig mit dieser Maßnahme sollte der rechtmäßige Aufenthalt von Autos in der Fußgängerzone stärker als bisher überprüft werden“ fordert Marx. „Nicht die eingeschränkte Seniorin, die mit einem Taxi die Fußgängerzone anfährt, um eine Freundin auf einen Kaffee zu treffen, ist das Problem. Das Problem sind die vielen Durchfahrten unberechtigter Fahrzeuge oder auch der Lieferverkehr außerhalb der Anlieferzeiten“ führt Marx abschließend an.

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