Ulla Peppler (SPD-Fraktion): „Deutsche Bahn überlässt den Offenbacher Hauptbahnhof sich selbst“

17.05.17
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Mit Verärgerung hat die Offenbacher SPD-Fraktion jüngste Pressemeldungen zu einem Investitionsprogramm der Deutschen Bahn in hessische Bahnhöfe aufgenommen. „Die Bahn plant bis 2021 über 530 Millionen Euro zu investieren. Der sanierungsbedürftige Offenbacher Hauptbahnhof ist aber nicht teil des Programms und wird von der Bahn weiterhin sich selbst überlassen“, kritisiert die Stadtverordnete Ulla Peppler. Dabei seien gerade Verbesserungen in puncto Barrierefreiheit dringend notwendig, denn die Gleise seien für Menschen mit eingeschränkter Mobilität kaum zu erreichen.

„Besonders die ausschließlich betriebswirtschaftliche Argumentation der Bahn für diese Entscheidung ist befremdlich“, argumentiert die Sozialdemokratin. Denn die Bahn begründe ihre mangelnde Bereitschaft zur Investition damit, dass sich eine Liegenschaft wie ein Gewerbeobjekt rechnen müsse, was aber auf den Offenbacher Hauptbahnhof nicht zutreffe. Peppler: „Die Deutsche Bahn ist doch in erster Linie ihren Kunden verpflichtet. Und diesen Kunden muss sie an ihren Bahnhöfen ein Mindestmaß an Komfort und Infrastruktur bieten, beispielweise Fahrstühle, die die Bahnsteige zugänglich machen“.

Somit sei es nicht nachvollziehbar, beim angekündigten Investitionsprogramm nur nach rein ökonomischen Kriterien vorzugehen. „Zumal sich die Deutsche Bahn immer noch zu 100% im Besitz des Bundes befindet und aus Steuergeldern querfinanziert werde. Also auch von Bürger-/innen, die den Offenbacher Hauptbahnhof nutzen“, argumentiert die Sozialdemokratin. Besonders enttäuschend sei es, dass diese Linie der Bahn vom hessischen Verkehrsminister Tarek Al-Wazir einfach kritiklos hingenommen werde.

Die Bahn habe jetzt nur zwei realistische Optionen. „Entweder sie investiert endlich, oder sie verkauft den Hauptbahnhof konsequenterweise an die Stadt Offenbach“, fordert die Stadtverordnete. Bei den derzeitigen Verkaufsverhandlungen müsse sie der Stadt daher maximal entgegenkommen. „Denn wenn der Offenbacher Hauptbahnhof für die Bahn nur noch ein Klotz am Bein ist, dann muss sie über das Interesse der Stadt doch froh sein“, erläutert Peppler. Eine Sache ginge von Seiten der Bahn allerdings nicht. „Den Hauptbahnhof nicht an die Stadt zu verkaufen, dann aber nicht in ihn zu investieren. Dies ist für beide Seiten und gerade für die Nutzer des Offenbacher Hauptbahnhofes die schlechteste aller Optionen. Ich hoffe, die Bahn ist sich dessen bewusst“, so Peppler abschließend.

gez. Ulla Peppler

f.d.R. Marc Knörnschild

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