Ulla Peppler (SPD-Fraktion): "Kein Ausbau der A3 und keine Südtangente - Offenbach wird zum blinden Fleck der hessischen Verkehrspolitik"

22.05.17
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„Aus verkehrspolitischer Sicht waren die letzten Tage für Offenbach nicht sehr erfreulich. Denn für das Land Hessen haben wichtige Verkehrsprojekte, von denen die Stadt profitieren kann, scheinbar keine Priorität oder stehen überhaupt nicht auf der Agenda“, kritisiert die SPD-Stadtverordnete Ulla Peppler vor dem Hintergrund der Bekanntgabe der Vorhaben aus dem 2016 beschlossenen Bundesverkehrswegeplan, die Hessen bis 2021 umsetzen möchte.

So habe der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir letzte Woche nicht nur bekannt gegeben, dass der Ausbau der A3 zwischen dem Offenbacher Kreuz und der Anschlussstelle Hanau zunächst nicht angegangen werde. Auch die sogenannte Südtangente, ein weiteres für Offenbach wichtiges Verkehrsprojekt, ist in Wiesbaden scheinbar kein Thema. Peppler: „Die Südtangente - eine mögliche zusätzliche S-Bahn Verbindung vom Frankfurter Flughafen über den Offenbacher Hauptbahnhof bis nach Aschaffenburg - hätte den Vorteil, den störanfälligen Verkehrsabschnitt im S-Bahn Tunnel zu entlasten“. Offenbach würde zudem näher an den Frankfurter Flughafen rücken und könne seinen Hauptbahnhof beleben. „Zu dem Thema haben wir uns letzte Woche ja schon zu Wort gemeldet“, erinnert die Sozialdemokratin.

Momentan sehe es aber leider so aus, als ob die Heimatstadt des hessischen Verkehrsministers zum blinden Fleck seiner Verkehrspolitik werde. „Ich halte dies für das völlig falsche Signal aus Wiesbaden. Denn der seit einigen Jahren anhaltende Aufschwung Offenbachs muss fortgesetzt werden. Und eine passende Verkehrsinfrastruktur ist ein Aspekt, um diese Entwicklung  weiter zu fördern“, argumentiert die Stadtverordnete.

Die Offenbacher SPD werde sich daher weiterhin dafür stark machen, dass die Verkehrsinfrastruktur der Stadt verbessert werde. „Ich fordere deshalb gerade auch Offenbacher Union und Grüne  auf, in dieser Sache mehr Engagement zu zeigen und weniger Rücksicht auf ihre Parteifarben zu nehmen. An erster Stelle muss für uns Kommunalpolitiker immer das Wohl der Stadt stehen, erst dann kommt die Partei“, so Peppler abschließend.

gez. Ulla Peppler

f.d.R. Marc Knörnschild

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