Ulla Peppler (SPD-Fraktion): „Regionaltangente Süd muss auf die verkehrspolitische Agenda der Rhein-Main-Region“

11.01.18
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Regelmäßig erscheinen in der regionalen Presse zu Jahresbeginn Überblicke über die anstehenden Veränderungen beziehungsweise zum Stand neuer Nahverkehrsprojekte im RMV-Tarifgebiet. „Ein Verkehrsprojekt fehlt leider jedes Jahr, da es bisher von den Planern stiefmütterlich behandelt wird, nämlich die Regionaltangente Süd“, kommentiert die SPD-Stadtverordnete Ulla Peppler die Berichterstattung.

„Die Südtangente ist eine zusätzliche Nahverkehrsverbindung von Aschaffenburg, über den Offenbacher Hauptbahnhof, den Frankfurter Flughafen bis nach Mainz beziehungsweise Darmstadt, von der sowohl die gesamte Rhein-Main-Region als auch die Stadt Offenbach profitieren würden“, zeigt sich die Sozialdemokratin überzeugt. Denn: Offenbach würde näher an den Frankfurter Flughafen rücken und in das Zentrum der Rhein-Main-Region. Für die Bewohner/-innen der südlichen Offenbacher Innenstadt und den Offenbacher Hauptbahnhof wäre die Südtangente ebenfalls vorteilhaft. Peppler: „Das Senefelderquartier hätten einen Anschluss an das S-Bahn Netz und der Offenbacher Hauptbahnhof eine höhere Nutzerzahl.“

Darüber hinaus könne die Südtangente auch eine Entlastung für den störungsanfälligen Frankfurter S-Bahn-Tunnel sein. „Der Tunnel zwischen Frankfurt und Offenbach ist eine Art Nadelöhr, durch welches große Teile des Nahverkehrs der Region fließen“, erläutert die Stadtverordnete. Dadurch komme es häufig zu Verspätungen, die einen Effekt auf den gesamten Nahverkehr der Region hätten. Mit der Südtangente gäbe im Falle einer Störung für die Nutzer eine alternative Route. Zudem wäre eine Südtangente sicherlich eine Entlastung für die A3. Peppler: „Wenn viele Autofahrer auf den Nahverkehr umsteigen, dann hat das einen verkehrstechnischen und ökologischen Nutzen“.

Auch eine erfolgreiche Testphase habe es schon gegeben. „Während der Sperrung des Frankfurter S-Bahn-Tunnels in den Jahren 2015 und 2016 lief der S-Bahn Verkehr über den Offenbacher Hauptbahnhof nach Frankfurt“, erinnert die Sozialdemokratin. Für die Einführung der Südtangente gebe es also zahlreiche Argumente. Allerdings habe in den letzten Jahren auch der politische Druck gefehlt. „Aus der Offenbacher Regierungskoalition hört man zu dem Thema leider wenig“, ist Peppler etwas ratlos. Mit dem designierten Oberbürgermeister Felix Schwenke komme aber nun jemand ins Amt, der sich im Wahlkampf deutlich für die Südtangente ausgesprochen habe.

gez. Ulla Peppler

f.d.R. Marc Knörnschild

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