Verwundert reagiert der
stellvertretende Fraktions- und Unterbezirksvorsitzende der SPD, Felix Schwenke,
auf eine aktuelle Pressemitteilung der CDU zur Abberufung Dieter Lindauers.
„Es werden keine Personen
abberufen, weil es Parteien wollen oder nicht“ betont Schwenke. Lindauers
Äußerungen gegenüber der Presse seien der „Versuch gewesen, Entwicklungen, die
seine Person betreffen über die Medien zu steuern“. Der daraus resultierende
Vertrauensverlust sei zwangsläufig und vom Magistrat als Gesellschafter der SOH
nicht akzeptiert worden. „Jeder ist für sein Verhalten selbst verantwortlich“,
meint Schwenke. Die SPD fordere eine umfassende Aufklärung und nicht „Köpfe von
Einzelpersonen“.
„Man darf aber auch die
Berichtspflicht, der Dieter Lindauer als Geschäftsführer der OPG nachweislich
nicht nachgekommen ist, nicht unterbewerten“, so Schwenke. Denn eine Verletzung
der Berichtspflicht bringe den Aufsichtsrat in die Situation, nicht reagieren
zu können und somit nicht in der Lage zu sein, Schaden von SOH und Stadt abzuwenden.
Der Zeitdruck bei der Sanierung
der Villa am Dreieichring sei deshalb entstanden, da die Unterrichtsaufnahme der
Erasmusschule zum Sommer 2009 zugesagt worden sei. Doch trotz Zeitdruck sei es
nicht zu verstehen, warum offensichtliche Notwendigkeiten wie zum Beispiel Küche
und Außengelände nicht von Anfang an mit in die Kostenkalkulation einbezogen worden
seien.
Unglücklich sei laut Schwenke die
Verknüpfung des Erasmusprojektes mit der Villa am Dreieichring. „Hätten die
Stadtverordneten gewusst, dass die Sanierung mehr als 3,2 Millionen Euro kosten
würde, wäre das Gebäude für die Schule nicht in Frage gekommen und man hätte
ein anderes Objekt gefunden, das mit städtischen Geldern in geplantem
Kostenrahmen hätte hergerichtet werden können“, so Schwenke. „Wir stehen aber
zu unserem Beschluss, das Gebäude nun fertig zu sanieren“, betont Schwenke.
Mehr denn je sei es nun
erforderlich, vor Personalentscheidungen ein verbessertes Controlling und
Berichtswesen innerhalb der SOH einzuführen. „Dafür wird sich die SPD weiter
mit Nachdruck einsetzen“, so Schwenke abschließend.
gez. Dr. Felix Schwenke
f.d.R. Nadine Stockmann