Jusos-Offenbach sprechen sich für Andrea Ypsilanti aus!

05.11.06 - 05.11.06
Martin Wilhelm

Zahlreich besuchten Offenbacher Jusos die Vorstellungsrunde von Andrea Ypsilanti und Jürgen Walter, der beiden möglichen Spitzenkandidaten der SPD für die Landtagswahl 2008. In einem spannenden Rededuell zeigten beide, mit welchem Programm sie in den Landtagswahlkampf gehen wollen.

Die Jusos Offenbach loben, dass ein klares Signal gegen Studiengebühren gegeben wurde. Beide Kandidaten erklärten, dass es einer der ersten Schritte der neuen SPD-Regierung sein würde, die geplanten Studiengebühren der CDU-Regierung sofort wieder abzuschaffen. Universitäre Bildung wird damit unter SPD-Führung deutlich weniger vom Geldbeutel abhängig sein als nun geplant. Ebenso erteilten beide Kandidaten dem derzeitigen Bildungskurs "der Auslese" eine klare Absage. Ziel einer zukünftigen SPD-Regierung in Hessen wird sein, innerhalb des Schulsystems Aufstieg zu ermöglichen und das Potenzial jedes Einzelnen zu fördern - auch bei starken Schülern, im Sinne von Elitenförderung.

Kochs unverantwortlichen Parolen, Biblis länger als geplant laufen zu lassen, erwiderten beide Kandidaten eindeutig damit, dass die SPD klar für den Atomausstieg steht. Sie wiesen zudem zu Recht darauf hin, dass die Produktion von Energiespartechnologien und ebenso die Produktion von Technologien zur Nutzung alternativer Energieträger eine enorme Chance für mittelständische Unternehmen ist. Hier können zukunftssichere Arbeitsplätze entstehen, die Produkte können angesichts des weltweiten Energiebedarfs ihre heute schon existierende Position als Exportschlager festigen.

Auf der Juso-Mitgliederversammlung am 2.11.2006 wurde über das Auftreten beider Kandidaten sehr konstruktiv diskutiert und die klare Erwartung geäußert, sowohl mit Andrea Ypsilanti als auch mit Jürgen Walter die Regierungszeit Koch 2008 zu beenden. In einer Abstimmung sprachen sich die Jusos-Offenbach für Andrea Ypsilanti aus. Während die landespolitischen Positionen beider Kandidaten sehr ähnlich waren, zeichnet Andrea Ypsilanti mit ihren bundespolitischen Positionen beispielsweise zur Vermögenssteuer einen geringfügig stärkeren Kontrast zu Koch als Walter. Dies halten die Jusos Offenbach im Wahlkampf für einen Vorteil. Auf Grund der landespolitischen Positionen beider Kandidaten stellten die Jusos jedoch einstimmig fest, dass sie im Wahlkampf in jedem Falle die Person engagiert unterstützen können, die vom Landesparteitag nominiert wird.