Beratung bei pro familia immer vielfältiger

22.06.18
profamilia

„pro familia gehört seit Jahren zu den wichtigsten Offenbacher Trägerinnen sozialer Beratung“, sieht sich die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion, Gertrud Marx, nach einem Besuch in der Beratungsstelle bestätigt. Marx ist beeindruckt von der breiten Palette der Beratungsangebote von pro familia. Der Verein bietet Schwangerschaftsberatung an, Beratung für Familienplanung, Sexualpädagogik und mit einer Ärztin im Team auch medizinische Beratung. Und er organisiert in Offenbach auch die medizinische Soforthilfe nach Vergewaltigung, sowie Beratung für Kinder und Jugendliche nach sexualisierter Gewalt. Gertrud Marx hat sich beim Besuch gefreut, die neue Geschäftsführerin Heike Pinne kennenlernen zu können. Die Pädagogin war vor der Übernahme der pro familia Offenbach selbst viele Jahre als Beraterin für pro familia in Darmstadt tätig. „Wir haben in unserem Gespräch sofort gemerkt, dass Frau Pinne sehr angetan von Offenbach ist und besonders die Vernetzung sozialer Träger schätzt“ zeigt sich Marx erfreut.

„Frau Pinne hat viele Ideen, das Beratungsangebot noch zu erweitern und auch den Zugang zu erleichtern“ lobt die Sozialdemokratin. Bei Halte.Punkt – Beratung für Kinder und Jugendliche bei sexualisierter Gewalt“ können Jugendliche jetzt im Krisenfall auch über die Handynummer 0176 85645613 Kontakt per whats app mit pro familia aufnehmen. Angeboten wird nun außerdem eine Migrationsberatung: Bei Benjamin Giannandrea geht es gerade schon so richtig los. „Er ist nah an den Menschen dran, kann ihnen ganz konkret helfen und das kontinuierlich über einen längeren Zeitraum. Das ist ein Angebot, von dem es in Offenbach gar nicht genug geben kann“ findet Gertrud Marx.

Wichtig ist auch die Möglichkeit für Offenbacher Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer, sich von pro familia beraten zu lassen, wenn vermutet wird, dass Kinder sexuelle Übergriffe erfahren haben könnten. „Die Unsicherheit ist hier häufig groß, es ist gut, dass es ein Beratungsangebot gibt“ so Marx.

Wir haben gesehen, wie wichtig das Beratungsangebot von pro familia ist. Umso drängender ist es, den Verein auch finanziell auf sichere Beine zu stellen.“ betont die Sozialdemokratin. Im Bereich der Beratungen nach dem Schwangerschaftskonfliktgesetz übernehme das Land Hessen 70% der Personalkosten. Diese Pauschale beinhaltet aber nicht Sonderkosten wie Altersvorsorge und Kinderzuschläge. Gibt es Tariferhöhungen, werden die vom Land ebenfalls nur für 70 % des Personals übernommen. So entstehen immer größer werdende Finanzlücken, die über Spenden und weitere Auftraggeberinnen gedeckt werden müssen.

„Unser Gespräch hat gezeigt: Für uns gibt es sowohl kommunalpolitisch- aber auch landespolitisch viel zu tun, um das gute Beratungsangebot für Offenbacher Familien aufrecht erhalten zu können“ so Marx abschließend.

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