Die Tafel braucht jetzt Unterstützung und nicht monatelange Prüfungen

11.05.18
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„Ziel deutscher Politik muss es sein, dass wir die Tafeln nicht mehr brauchen. Dazu diskutieren wir innerhalb der SPD derzeit unter anderem ein Umdenken in der Beschäftigungspolitik, aber auch Modelle von Grundsicherungsleistungen im Alter“ berichtet Gertrud Marx, stellvertretende Vorsitzende der Offenbacher SPD-Fraktion.

„Bis sich bundesweit maßgeblich etwas geändert hat, müssen wir die Tafel Offenbach jedoch unmittelbar und konkret unterstützen“, fordert sie. Marx ist enttäuscht von dem Prüf- und Berichtsantrag der Tansania-Koalition aus der letzten Stadtverordnetenversammlung. Der Beschluss habe nur wenig Substanz. „Die Tafel braucht sofortige Unterstützung und nicht monatelangen Prüfungen“, so Marx. „Es ist beeindruckend wie viel die Ehrenamtlichen der Tafel unter Leitung von Christine Sparr jede Woche und das seit Jahren leisten“, betont sie. Zu Recht hätten sie 2010 den Ferdinand-Kallab-Preis für außerordentliches ehrenamtliches Engagement verliehen bekommen.

Das Team der Offenbacher Tafel dürfe jetzt mit der wachsenden Anzahl der nachfragenden Menschen nicht alleine gelassen werden. „Frau Sparr hat bereits in den Medien geäußert, in welcher Form sie Hilfe benötigt: Gebraucht werden ein Kühltransporter, Treibstoff und mehr Lebensmittel. „Um den konkreten Bedarf festzustellen hätte man sich zwei Stunden mit Frau Sparr zusammensetzen und einen Fördervertrag mit ihr vereinbaren können. Warum jetzt ein Umweg über einen Prüf-und Berichtsantrag gegangen werden muss, verstehe ich nicht“, zeigt sich Marx verständnislos.

„Ich hoffe, dass das Dezernat die Prüfung nach diesem Beschluss nun rasch vorwärts treibt. Das ehrenamtlich arbeitende Team der Tafel muss sich sicher sein können, dass es weitergehen wird. Es darf nicht nur Preise von der Stadt, sondern es muss auch konkrete Hilfe geben, wenn sie nötig ist“ fordert Marx abschließend.  

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