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Pressemitteilung

SPD-Fraktion verwundert über Al-Wazirs Aussagen: “Verschlechterung der Hauptbahnhof-Anbindung nur tatenlos zugeschaut“

28.07.26
Mit Verwunderung haben Vertreter der Offenbacher SPD-Fraktion auf Aussagen des Grünen-Bundestagsabgeordneten Tarek Al-Wazir reagiert, die die Verantwortung für die Reduktion der Bahnverbindungen am Offenbacher Hauptbahnhof bei der Bundesregierung verorten.
„Wir stärken jedem Offenbacher Bundestagsabgeordneten den Rücken, der vom Bund einfordert, dass die Modernisierung und der notwendige Ausbau der Bahn in unserer Region auch sauber finanziert wird. Diese Investitionen sind wichtig und unerlässlich für Offenbach, für die Region und - wegen der zentralen Lage des Eisenbahnknotens Frankfurt – für ganz Deutschland. Deshalb hat der Vorsitzende des Bundestags-Verkehrsausschusses Tarek Al-Wazir hier unsere volle Unterstützung“, so Christian Grünewald.
Der Fraktionsvorsitzende merkt an, dass er die Befürchtungen Al-Wazirs durchaus teile, dass eine mögliche Kappung von Bundesmitteln für den Bahnknoten Rhein-Main fatal wäre. „Die Verkehrszahlen steigen seit Jahren stetig an, gleichzeitig nehmen Verspätungen und Störungen im Netz zu. Ein Ausbau der Schienenkapazitäten ist daher dringend geboten“.
„Wundern müssen wir uns allerdings darüber, wenn der grüne Abgeordnete in diesem Zusammenhang dem Bund auch allein die Schuld daran in die Schuhe schieben will, dass immer weniger Züge am Offenbacher Hauptbahnhof halten. Denn das hat durchaus auch etwas mit dem ehemaligen hessischen Verkehrsminister Tarek Al-Wazir zu tun“, ergänzt Holger Hinkel. „Wenn der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) bis 2030 30 Prozent der Zughalte am Offenbacher Hauptbahnhof abbestellt hat, ging dies nicht hinter dem Rücken des damaligen Verkehrsministers. Der ständigen Verschlechterung der Anbindung des Hauptbahnhofs hat der Offenbacher Al-Wazir in seiner zehnjährigen Amtszeit aber immer nur tatenlos zugeschaut.“
Umso wichtiger sei es, nun das Ruder herumzureißen und die Verkehrsbedeutung des Hauptbahnhofs wieder zu stärken. „Die Menschen in Offenbach, Stadt und Kreis, die auf einen funktionierenden Bahnverkehr angewiesen sind, verdienen es“, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Gerade die Einrichtung einer Südtangente, die den überlasteten Frankfurter S-Bahntunnel umginge, sei für die vielen Pendlerinnen und Pendler aus Offenbach in Richtung Flughafen wichtig. „Dass im Gegenteil eine Reduzierung der Verbindungen auf den bereits heute sehr hoch ausgelasteten S-Bahnlinien S8 und S9 im Gespräch ist, ist an Widersinn nicht zu überbieten“. Der Bau der Nordmainischen S-Bahn und der Wallauer Spange sei für sich genommen lobenswert, dürfe jedoch nicht auf Kosten der südmainischen Kommunen gehen.
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