Die Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und CDU sind abgeschlossen. Die Verhandler haben sich auf einen klaren Zukunftskurs für Offenbach geeinigt. Bereits am Mittwochabend hat der SPD-Parteivorstand einstimmig empfohlen, den ausgehandelten Koalitionsvertrag für die Wahlzeit 2026 bis 2031 anzunehmen. Am Samstag, dem 9. Mai 2026, sind die Parteitage beider Parteien aufgerufen, über den Vertrag zu entscheiden. Vorbehaltlich ihrer Zustimmung ist die Unterzeichnung für den 11. Mai 2026 vorgesehen. Es wäre das erste Mal seit 1993, dass SPD und CDU gemeinsam in Offenbach eine Koalition eingehen würden.
Offenbach hat mitten in Deutschlands Krise eine Trendwende geschafft. Im Jahr 2024 sind in keiner anderen Stadt in Deutschland verhältnismäßig mehr neue Arbeitsplätze entstanden als in Offenbach – mit einem Plus von 9% waren wir Spitzenreiter. Stand Mitte 2025 gibt es in Offenbach mit über 53.000 Arbeitsplätzen so viele Jobs wie seit über 50 Jahren nicht mehr.
Offenbach hat sich neue Chancen und Anerkennung erarbeitet. Aber: Deutschlands Krise bedroht jetzt auch Offenbachs Aufschwung. Dieses große Risiko muss jede und jeder sehen. Diese Koalition ist fest entschlossen, Offenbachs Aufschwung durch Deutschlands Krise hindurch zu retten.
Diese verlässliche Koalition der Mitte hat zugleich alle Offenbacherinnen und Offenbacher als Kompass. Ihr gemeinsames Ziel: Jede Offenbacherin und jeder Offenbacher soll die Chance bekommen, Teil dieses Aufschwungs zu werden und von diesem Aufschwung auch selbst etwas zu haben.
Diese Gesamtaufgabe ist außerordentlich schwer. Sie darf nicht unterschätzt werden. Die Chance existiert aber. Dafür muss der Fokus auf den wesentlichen Aufgaben bleiben. SPD und CDU wollen deshalb zum ersten Mal seit 1993 wieder eine Koalition eingehen, um in einer Zeit voller Krisen und Unsicherheiten Offenbachs Chancen richtig zu nutzen.
„In keiner anderen Stadt in Deutschland haben die Menschen durch hohe Mieten und Lebenshaltungskosten so wenig Geld zum Leben frei verfügbar wie in Offenbach. Gleichzeitig hat unsere Stadt mitten in Deutschlands Krise eine Trendwende geschafft. Offenbach hat sich neue Chancen erarbeitet. Diese Chancen für alle Menschen in unserer Stadt zu nutzen – das ist der Auftrag dieser Koalition."
Dr. Christian Grünewald, SPD-Parteivorsitzender und Andreas Bruszynski, CDU-Parteivorsitzender
Wie es zu dieser Koalition kam
Nach der Kommunalwahl am 15. März 2026 hat die SPD Sondierungsgespräche mit CDU, FDP, Grünen und Linken geführt. Vor Ostern sind die Parteivorstände von SPD und CDU zu der Überzeugung gekommen, dass sie in den entscheidenden Zukunftsfragen für Offenbach verlässlich gemeinsam handeln können. Die Vorstände beider Parteien stimmten einmütig für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen.
„Wir sind zwei Parteien mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Traditionen. Aber in den entscheidenden Fragen für die Zukunft unserer Stadt verbindet uns deutlich mehr als uns trennt."
Dr. Christian Grünewald und Andreas Bruszynski
Intensive Verhandlungen in kürzester Zeit
Die Koalitionsverhandlungen wurden zügig und zielgerichtet geführt. In 16 Sitzungen der thematischen Arbeitskreise haben Expertinnen und Experten beider Parteien in rund 150 Stunden die Inhalte des Vertrages erarbeitet. Punkte, die in den Arbeitskreisen offen blieben, wurden in 2 Sitzungen des übergeordneten Lenkungskreises entschieden.
Sollten beide Parteitage am Samstag zustimmen, würden vom Wahltag am 15. März bis zur Unterzeichnung am 11. Mai lediglich 57 Tage vergangen sein – und dies trotz der Osterferien. SPD und CDU sind überzeugt, dass Ihre Verantwortung gegenüber den Offenbacherinnen und Offenbachern darin bestand, schnell eine handlungsfähige und verlässliche Mehrheit zu schaffen. Denn: die Chancen, die unsere Stadt erarbeitet hat, warten in einer Welt der Krisen nicht ewig darauf, auch genutzt zu werden.
Vier Schwerpunkte
Der ausgehandelte Koalitionsvertrag konzentriert sich auf vier Schwerpunkte, die den Alltag der Offenbacherinnen und Offenbacher am stärksten prägen:
Starke Unternehmen und mehr Arbeitsplätze. Wirtschaftspolitik ist für diese Koalition die absolute Priorität. Wir werden weiterhin mit aller Macht Flächen für Wirtschaft sichern. Wir werden die Prozesse in der Verwaltung weiterhin auf Lösungsorientierung und Serviceorientierung für Unternehmen ausrichten. Wirtschaftspolitik ist außerdem die beste Sozialpolitik. Starke Unternehmen und gut bezahlte Arbeitsplätze sind die Voraussetzung dafür, dass sich Menschen ein Leben in Offenbach leisten können – und dass die Stadt sich bezahlbares Wohnen, beste Schulen, Kitas, genügend Busse und soziale Angebote dauerhaft leisten kann.
Bezahlbares Wohnen. Wer hart arbeitet, muss sich in Offenbach eine Wohnung leisten können. Die geplante Koalition will mit der größten Wohnbauoffensive der GBO seit 30 Jahren und umfangreichen weiteren Instrumenten um jede Wohnung kämpfen.
Beste Bildung. Bildung ist das zentrale Aufstiegsversprechen unserer Stadt mit immer noch hoher Arbeitslosigkeit – jedes Kind soll unabhängig vom Geldbeutel der Eltern erfolgreich sein können. In den Schulen, in den Kitas, in der Station Mitte.
Sicheres und sauberes Umfeld. Saubere Straßen und ein sicheres Wohnumfeld sind keine Randthemen, sondern Voraussetzung für ein gutes Zusammenleben in Offenbach.
Neben diesen vier Schwerpunkten verpflichtet sich die Koalition zu einer strikten Baukostenkontrolle: Jeder Euro bei öffentlichen Vorhaben soll so effizient wie möglich eingesetzt werden, denn eine Stadt mit begrenzten Mitteln kann sich keine Verschwendung leisten.
„Wir konzentrieren uns auf das, was wirklich zählt. Das ist unser Anspruch und daran werden wir uns messen lassen."
Dr. Christian Grünewald und Andreas Bruszynski
Ein Bündnis der Verlässlichkeit
Diese Koalition soll den Offenbacherinnen und Offenbachern Stabilität, Orientierung und Zuversicht geben – in einer Zeit, die von Unsicherheit geprägt ist. Mit guter Regierungsarbeit und ehrlichen Antworten auf schwierige Fragen wollen SPD und CDU das Vertrauen in die Politik stärken.
Für die hauptamtlichen Dezernate hat die SPD Helena Wolf als Stadträtin und Martin Wilhelm als bewährten Kämmerer und Sozialdezernenten nominiert. Für das Bürgermeisteramt empfehlen die CDU-Verhandler dem zuständigen Parteigremium, Andreas Bruszynski zu nominieren.
„Wir sind fest entschlossen, Offenbachs Aufschwung durch Deutschlands Krise hindurch zu retten und die Chancen unserer Stadt für alle Menschen zu nutzen."
SPD Unterbezirk Offenbach Stadt
Herrnstr. 14
63065 Offenbach
Tel.: (069) 887045
Fax: (069) 887046
unterbezirk@spd-offenbach.de
SPD Stadtverordnetenfraktion Offenbach
Berliner Straße 100
63065 Offenbach
Tel.: (069) 8065-2956
Fax: (069) 8065-3228
spd-fraktion@offenbach.de